Dich denken

Aufgwacht mit dem Rest eines Traumes im Bewusstsein. Die letzte Traumsequenz: Du. Ich will dich im Sinn behalten, auch beim Aufwachen, auch nach dem Aufwachen. Denn du machst mir dieses schöne Gefühl. Da ich nicht mehr träume, muss ich dich denken. Wie denke ich dich?
Du bist zu viel, zu vielfältig für einen Gedanken. Ich kann deine Augen denken, deine Nase, deine Lippen, deine Hände, deine Haare, deine Frisur, wie du riechst. Kann denken, was du anhattest. Dein Becken, dein Bauch, deine Beine, dein Po kann ich denken. Deine Stimme. Sogar besondere Blicke, dein Lachen, dein Lächeln, oder wie du verächtlich die Mundwinkel hochziehen kannst. Kann Berührungen denken. Sätze. Lauter Einzelheiten. Die alle dich ausmachen.
Aber dich denken. So als Summe all der Einzelheiten. Denken als Vorstellung. Gelingt mir nicht. Manchmal, in einem Bruchteil eines Augenblicks, glaube ich, es klappt. Aber dann zerfällt das Bild. Dabei bist du im Traum so klar vor meinem Auge gewesen.
Bist du meine Traumfrau?

2 Kommentare

  1. Jetzt, wo Sie es sagen/fragen, werter Herr Grau, warum eigentlich nicht?

  2. Jetzt müsste ich nur noch die Einzelheiten kennen, die sich dann im Traum so trefflich zum Ganzen fügen.

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