Wo hinein scheißen eigentlich …?

Was klingt, wie eine Frage von der letzten Seite einer Wochenzeitung, ist in Wahrheit der Beginn einer großen ethnologischen Mission. Mein Forschungsdesiderat des Tages:

Die Kulturgeschichte der Windel

Denn wenn sichvermehrende Bionade-Biedermeiers darüber diskutieren, ob müllsparende Stoffwindel oder bequeme Einwegteile die Wahl der Stunde sind, muss doch zunächst geklärt sein, was ist denn die natürliche Herangehensweise an die Thematik?
Wo hinein scheißen eigentlich Eskimosäuglinge? Wo hinein Massai-Babys? Seit wann bezieht sich die Windel im deutschsprachigen Kulturkreis nur noch auf ummen Hintern? Ein Blick ins Grimmsche Wörterbuch nämlich zeigt, dass Windeln schon zu Luthers Zeiten zum Hineinkackern gedacht sind, andereseits aber wohl auch (noch) körperumwindende Tücher meinen.
Bis das alles global umfassend geklärt ist, bleibt der Nachwuchs nackig.

2 Kommentare

  1. Nun, diese naturnahen Völker verzichten wohl auf die Windelei. Aber willst du meinen, in deinem Stadtteil wäre das angebracht? Dass du mehr als 2mal angepieselt werden willst, in der Hoffnung, kurz vor dem nächsten Mal erkennst du die Zeichen?
    *lach* Ne, das glaub ich nicht.

  2. … die wickeldinger sind für die sicherheit gewesen komlett eingewickelt (beine und arme) verhindert in der gegend rum krabbeln…

    dann hat man erkannt, dass die lieben kleinen bereits nach 9 monaten laufen können, wenn man sie nicht einwickelt. eskimos und massai kacken heute in altkleiderspenden oder oldschoolwildledernatubelassen

    http://www.welt.de/wissenschaft/article979569/Gebrauchte_Windeln_sind_zum_Heizen_gut.html

    alles ist gut

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