Bus am Abend

Die Frau, die komplett in Fleecestoff gekleidet einen kleinen Hund in ihrer großen Handtasche trägt und einen Schalenkoffer hinter sich her zieht, kommt nicht damit klar, dass die insgesamt fünf Kinder der zwei ebenfalls einsteigenden Mütter um sie herumwuseln, als sie den Bus betritt und verzweifelt versucht, den Koffer in der Nähe einer der Sitze für Senioren/Gehbehinderte/Versehrte/Schwangere abzustellen. Nicht dass sie schelcht zu Fuß wäre, aber da gibt es eben auch Platz für den Koffer. Nach drei Versuchen, sich und ihren Koffer zu verstauen, die immer wieder von wuselnden Gören vereitelt werden, wird sie beinahe laut. Dann verkriecht sie sich in ihrem Sitz und heult sich bei ihrem paralysiert drein schauenden Hund aus.
Im Fußraum der mittleren Bustür liegt ein Brief von der Rentenkasse.

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