Spring in der Stadt

Die ersten Tage, die so etwas wie frühlingshaft sein könnten, schaffen es ja regelmäßig, dass alle alle wieder aus ihren Löchern kommen und die meisten etwas netter schauen als in den Wochen und Monaten zuvor..

Gestern habe ich die erste arme Sau aus einer Drückerkolonne an der Wohnungstür abgewiesen. Den Winter über war Ruhe. Er war cooler als ich. “Jetz schaunse doch nich so schlecht jelaunt, der Herr, ick mach ihnen ja nüscht.”
Heute saßen am Gendarmenmarkt schon welche fürs Feierabendbier draußen. Ohne Heizdecke und sicher kälter als die Obachlosen, die seit zwei Tagen auf dem riesigen Abluftgitter auf meinem Heimweg sich die Hintern warm sitzen und eine gemütliche Party feiern.
Am Hauptbahnhof eine Clique Mädchen in Sommeroutfits gesehen. Sie nicht auf die Gefahr der Blasenentzündung hingewiesen.
Aber am besten fand ich den Freak, der am U-Bahnhof Friedrichstraße das Mikro in seiner Gewalt hatte und wirres Zeug laberte, statt das übliche “Einsteigen bitte - Zurückbleiben bitte”

Ich jedenfalls hab mich gefreut. Weiß nicht, ob ihr das nachvollziehen könnt.

3 Kommentare

  1. Ich kann das nachvollziehen und es ging mir vor ein paar Tagen ähnlich in Berlin.

    Besonders die Mädels mit zukünftiger Blasenentzündung würde ich ständig am liebsten auf das kommende Unheil hinweisen, aber ich denke dann immer, dass das falsch interpretiert wird ;)

    Peace

  2. Erna P. 12.03.2009

    Der Zusammenhang zwischen Blasenentzündung, Mädchen und Frühling scheint mir eher in anderer Hinsicht prekär. Je mehr Hormone, desto größer die Gefahr des ungeschützen Geschlechtsverkehrs und das hat bekanntlich Konsequenzen zunächst für die Blase, später - da kann der Brötchendoktor ausufernder berichten. Also bitte, sagt den jungen Frauen, dass es besser ist VORHER viel zu trinken und NACHHER gleich das Klo zu besuchen und steckt im Zweifel “canephron” ein, falls Ihr die Mädchen nicht nur ansehen wollt. Das wird in jedem Fall richtig interpretiert. Und vielleicht hilfts auch. Zum Mitschreiben: Kurze Röcke führen viel seltener zu Blasenentzündung als von männlichen Körperflüssigkeiten übertragene Bakterien. Amen!

  3. berufsrisiko.

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