Hypnotized

Im schlimmsten Fall klingt es wie Stuttgart nachts auf der Theodor-Heuss-Straße im Sommer 2002. Und das sind dann doch schöne Erinnerungen. Im besten Fall lässt es den Sommer noch lange weitergehen:


(Direkthypnose, letztlich via)

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kräne

Heimweg

Da sitzt ein Witzbold auf dem Invalidensitz des Linienbusses, der den toten König des Pop mit einem “Who’s bad now?” Anstecker an seinem Jäckchen ehrt. Ich muss grinsen. Der Busfahrer fährt leichte Schlangenlinien im fahl ausgeleuchteten Tunnel. Ich sage der großen und der kleinen Angst, dass sie mich am Arsch lecken sollen, und beschließe, dass alles irgendwie gut wird. Die blonde Frau im Minirock, die dort in der Mitte des Busses steht, wo tagsüber die alten Damen ihre Rollatoren parken, winkelt ihr rechtes Bein auf Hüfthöhe an und ich bin einen Moment abgelenkt und merke ein Bild später als sofort, dass der Busfahrer das Lenkrad nach links gerissen hat.

Am Meer

Segelschiff

Märchenstunde 5 - Das blaue Licht / Redaktionsmitteilung

Eine neue Märchenstunde und Links zu krassen Märchen gibt es drüben bei Spreeblick.

Ich weiß nicht so genau, warum ich hier immer nur die Märchenstunde, nicht aber meine anderen Veröffentlichungen auf Spreeblick bewerbe. Und ich weiß auch nicht so genau, warum ich nicht auch auf meine Twitrkits regelmäßig hinweise.

Obwohl, eigentlich weiß ich es doch. Weil ich hier gern eigenständige Sachen haben will. Auch wenn die nur einmal im Monat kommen und es hier ein wenig kümmerlich aussieht. Egal. Nein, nicht egal. Das ändert sich auch wieder. Vielleicht. Hoffentlich.

Jedenfalls hier in den Graubrotposts keine Werbung mehr für meine Veröffentlichungen anderswo. Dafür dauerhaft Links zu meinen Spreeblick- und Twitkritsachen in der Seitenleiste.

Urlaubsbeginn

I can’t get no. Natürlich ist es schon hell draußen. Es ist Sommer. Um fünf ist es immer hell draußen. Im Sommer. Selbst zuhause. Ist mir sonst auch egal. No sleep. Hier ist es noch nicht mal still. Autos fahren hörbar in gemäßigtem Tempo vorbei. Wie zuhause. Kein Grund aufzuwachen. Das Kirchenglockenläuten zur halben und vollen Stunde. Wie früher, als ich noch auf dem Dorf wohnte. Ein Grund?
Ich kann das Meer hören. Die Tauben gurren. Die Küchenuhr klackert. Ich stehe mit nackten Sohlen auf den harten Gummirauten der Fußmatte vor der Terrassentür und spüre dem Schmerz nach.
Es hilft nichts. Ich bin müde. Ich kann nicht. Ich könnte mich anziehen. An den Strand gehen. Nicht einschlafen. All die to-dos. All die Kontakte. Dabei habe ich alle Aufgaben, alles Material, alle Arbeit zuhause gelassen, um nichts zu tun, um zu entspannen.
Ich bin nervös. Ich habe Angst. Dann fällt mir ein, woher ich Wiesbaden kenne.