Quasi ein Zwiebelring

Günter saß in Ostberlin bei Freunden abends in der Stube,
Mit dabei saß aber auch ein böser Stasibube.
Mittags waren sie
Beim Bolzen in einem nahen Park,
Besonders Günters Einwürfe, die
Erwiesen sich als stark.
Jetzt aber hörten alle zu, wie der Günter schwelgte
Von diesem einen Treffen damals dort in Telgte.

Die Freunde waren fasziniert,
Der Spitzel aber irritiert,
Wie konnte Günter nur einst nach Telgte kommen?
Den Bitterfelder Weg hat er ganz sicher nicht genommen!

(Was der IM nicht wusste und bis heute auch nicht weiß,
Günter ging wie Jakob quer mit Uwe übers Gleis.)

Kathrin zugeneigt, die mir die Leipziger Reclam-Ausgabe des Treffens schenkte.

3 Kommentare

  1. Interessant. Selbstgezimmert? Oder gibt es da irgendwo mehr von? Du erwähnst da eine Reclam-Ausgabe. Kann man die irgendwo kaufen?

  2. Danke. Ja, selbstgezimmert. Hier und da auf meinem alten Blog oder auf meinem Twitteraccount gibt es noch mehr Gereimtes von mir, allerdings nicht so getaggt, dass es immer leicht zu finden wäre, sorry, da war ich zu faul.

    Ich erwähne die Leipziger Reclam-Ausgabe von Grass’ “Das Treffen in Telgte”, also die DDR-Ausgabe. Da steht mein Gedicht natürlich nicht drin und kaufen kannst Du die wohl wenn übers Antiquariat.
    Die Stasiprotokolle (in Auswahl) über Günter Grass gibt’s aktuell im Buchhandel, Grass’ Bücher natürlich auch, aus historischen Gründen nur nicht mehr als DDR-Ausgabe. ;-)

  3. Vielen Dank.

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