Saft

Die blonde Brillenschlange mit den vor Trockenheit aufgesprungenen Lippen hintern Obstsafttresen bekommt hochrote Wangen, als ich einen Green Balance Medium bestelle, sie bekommt den Kopf nicht vom Kinn und ihr gelingt es kaum, mich durch die dicke Sehhilfe anzuschauen. Sie übergibt mir das Getränk. Sorry, hat was länger gedauert, ich arbeite hier sonst nicht, sorry, der Deckel ist zu groß, wir haben gerade keine passenden, also nicht wundern wenn er wegfliegt, lass es dir schmecken. War also nicht alles schüchtern an ihr.

Vertreten


cc von baerchen57

Eine kleine Anekdote aus meiner Jugend habe ich vorhin für das wunderbare Kraftfuttermischwerk aufgeschrieben. Der Hausherr hatte in Italien zu tun und überließ die Futtermischung seit einigen Tagen einigen Gästen, mir ist es eine große Ehre mich bei einem meiner Lieblingblogs nach Flugreise, Jetlag, Job und Internetreperatur zum Endspurt der Gastmischerei mit ebendiesem Text einzubringen. Wollte ich mal kurz drauf hinweisen. Wer sonst noch mitmischte (und es ist eine schöne Mischung geworden), steht hier.

Märchenstunde 5 - Das blaue Licht / Redaktionsmitteilung

Eine neue Märchenstunde und Links zu krassen Märchen gibt es drüben bei Spreeblick.

Ich weiß nicht so genau, warum ich hier immer nur die Märchenstunde, nicht aber meine anderen Veröffentlichungen auf Spreeblick bewerbe. Und ich weiß auch nicht so genau, warum ich nicht auch auf meine Twitrkits regelmäßig hinweise.

Obwohl, eigentlich weiß ich es doch. Weil ich hier gern eigenständige Sachen haben will. Auch wenn die nur einmal im Monat kommen und es hier ein wenig kümmerlich aussieht. Egal. Nein, nicht egal. Das ändert sich auch wieder. Vielleicht. Hoffentlich.

Jedenfalls hier in den Graubrotposts keine Werbung mehr für meine Veröffentlichungen anderswo. Dafür dauerhaft Links zu meinen Spreeblick- und Twitkritsachen in der Seitenleiste.

graubrot.net

… ist übrigens auch eine URL, die zu diesem Blog führt. Das tut sie zwar schon seit rund zwei Monaten, aber ich komm ja zu nix und deshalb erst jetzt:

Herzlichen Dank, Michael, für die Geduld beim Verkauf und beim Umzug und hoffentlich auch beim Warten auf diese Credits!

Es ist vorbei

Auf der Bank am Parkeingang sitzen sie in ihren Wollpullis mit den bunten Rauten. Er in Cordhose, sie in Cordrock. Sie haben bunte Socken in ihren Turnschuhen. Sie weint bitterlich, bebt am ganzen Körper, zittert. Er schaut bemüht teilnahmslos in den Himmel eines wunderschönen Sommerabends.

Ich gehe nach Hause.

Dit is Prenzelberg

Samstag, letzter Spieltag der Fußball-Bundesliga-Saison 2008/09. Der Laufentenmann und ich wollen im Schmittz in Berlin Mitte die Konferenzübertragung anschauchen. 45 Minuten vor Anpfiff ist es da viel zu voll, um reinzukommen. Wir ziehen über Rosa-Luxemburg-Platz und Pfefferberg an diversen vollen oder uns nicht gefälligen fußballzeigenden Etablissements vorbei in den schönen Prenzlauer Berg. Auf der Lychener Straße kommen uns zwei Herren entgegen. Der eine zum andern: “Hier wohnen doch gar keine Berliner mehr!”
100 Meter weiter am Helmholtzplatz scharen sich knapp hundert VfB-Stuttgart-Fans um einen Kneipenfernseher.

Partycrashing

Oder: Die Partei und das Netz, warum die Parteien es nicht in die neue Welt schaffen werden.
Während sich die Parteien fragen, wo denn in diesem Internet ihre zukünftige Klientel auf Ihre Botschaft wartet, wenden sich immer mehr junge Leute von der aktiven Politik ab. Gerade unter netzaffinen Menschen scheint die Motivation sich in Parteistrukturen einzuordnen, besondern niedrig zu sein. Warum die Partei - als eine spezielle Organisationsform von Demokratie - dieser anderen des Internets grundlegend widerpricht, wollen Micha und ich gerne am Sonntag in einem Workshop auf dem Politcamp09 thesenhaft bearbeiten.
Ich habe zu diesem Thema heute einen Text bei Spreeblick veröffentlicht.

(Ich verspreche hiermit, nicht JEDEN meiner Spreeblick-Artikel hier zu bewerben und auch Graubrotexklusivcontent hier zu liefern)

Fritzle

Vor mir auf der Rolltreppe im Berliner Hauptbahnhof steht ein Mann wie ein Schrank. Geschätzte zwei Meter hoch (zumindest größer als ich), Schultern wie ein Bär (doppelt so breit wie meine), Oberarme eines Olympiasiegers im Schwergewichtheben (meine Oberschenkel sind Streichhölzer dagegen). Er hat einen Blaumann an, der vom Schmieröl beinahe so schwarz ist, wie seine offensichtlich dichte Körperbehaarung.

Mit der rechten Hand hält er einen Kinderrucksack mit dem Emblem und dem Maskottchen des VfB Stuttgart.

Nein

Warum ich heute beim Volksentscheid in Berlin mit Nein stimmen werde, habe ich bei Spreeblick argumentativ unterfüttert.

Ich schreibe dort jetzt übrigens hin und wieder was. Und das freut mich. Sehr. Ich wohne auch viel näher an der Spree als die neuen Kollegen.

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