pizzaiolo

ich könnte das hier auch bei so einem “schreib-deinen-eigenen-gastrostädteführer-web2.0-network” einstellen, aber ich will mir nicht noch ein passwort merken.

irgendwann vor nicht allzu langer zeit hat in der zwischenebene des berliner u-bahnhofs zoologischer garten ein imbiß aufgemacht, der eigentlich zwei imbisse ist. ne currywurstbude und ein pizzabäcker.
ich mochte als kind nie pizza. denn es gab überall, bei kindergeburtstagen und selbst beim italiener, nur deutsche pizza. schwerer dicker teig mit viel zu viel gemüse und cervelatwurst plus den vorgeriebenen billigementaler aus der tüte obendrauf. ih-bäh.
dann kam ich nach italien und lernte pizza kennen, die ich mag. superdünner, leichter teig. außen kross, innen weich. und sparsame belegung mit den unterschiedlichsten zutaten. meine favoriten: pizza kartoffel und pizza salz-rosmarin.
die gibt es just beim neuen pizzabäcker an er u-bahn am zoo nicht. aber der teig ist leicht, außen kross und innen weich. und die beläge sind sparsam, in sich stimmig und lecker. mein favorit: die pizzen mit in knoblauch eingelegten gemüse. geiler stoff. guter laden.
geht da mal hin und verzehrt was. ich will, dass der ne weile überlebt da. für meinen appetit. danke.

Februar

heute hast du halbzeit. ich mag dich. mein monat. lass dich umarmen. wir brauchen wärme in dieser zitterkalten zeit. und märz kann ja jeder.

(ich habe eigentliche keine ahnung, worum es geht, aber wollte trotzdem mal meine position vertreten. andere haben sicher auch ihre gründe. ist auch ok.)

Toll, was in Berlin alles Schönes zu sehen ist


try. from hermsfarm on Vimeo.
(via)

Und toll, dass ich so tolle Leute kenne, die so tolle schöne Dinge machen.

Du kannst so hässlich sein

Ich hab mir irgendwann mal vorgenommen, hier nichts zu posten, was eh überall zu finden ist. ich weiß, dass das manche quasi als einen verrat an der idee der vernetzung im online-universum sehen. mir egal. genauso wie mir dieses selbstbeschränkung jetzt egal ist. denn andererseits will ich hier nur sachen bringen, die mir wichtig sind. und das ist hier so. denn das unten folgende ist das beste lied, das es über dieses kleine kaff, in dem ich nun auch schon ein weilchen lebe und in dem ich eine familie gegründet habe, im moment gibt. ich habe es vor einer woche, als ich krank im bett lag und mich so durchs web klickte das erste mal gehört (nennt mich late adopter) und als Video gesehen und war sofort begeistert. Und ddieses Video zum besten Lied zum kleinen Kaff ist auch ein sehr gutes . Deshalb auch bei mir:


(Direktschwarzblau)

Medienkompetenz

Wenn Philosophen versuchen, SEO und ähnliches zu betreiben, wird das intern möglicherweise so kommuniziert:

Dann aber sollten wir die Homepage möglichst intensiv “verlinken” - denn das ist im Sinne der Internet-Hermeneutik ein unverzichtbarer Aufmerksamkeitsgarant.

Manchmal sind sie süß.

Lavendel

Ich liebe den Geruch von Lavendel. Ich könnte mich darin den ganzen Tag einlullen. Der beruhigt so schön. Vielleicht liegt es an dem roten Säckchen mit getrocknetem Lavendel aus der Provence, den ich als Kind von unserem damaligen französischen Kindermädchen geschenkt bekommen habe. An dem Kindermädchen selbst, liegt meine Lavendel-Affinität nicht, glaube ich. Ich erinnere mich kaum an sie. Ich weiß nur noch, dass sie eine eher grobschlächtige Person war. Gar nicht so, wie man mann ich mir französische Kindermädchen sonst vorstellen würde. Ganz im Gegensatz zu ihrem Mann, den ich als einen sehr feingliedrigen, elfengleichen Typus in Erinnerung habe. Aber der war ja kein französisches Kindermädchen, sondern ihr türkischer Gatte. Und mit Lavendel aus der Provence hatte der nix am Hut. Der hat einen EineMark-Laden.

Ein Argument gegen ein Argument gegen Bio


(cc)

Ich gebe zu: Ich kaufe Bio.
Nicht immer, nicht alles. Manchmal reicht die Zeit nicht, und ich renne nur schnell in den Discounter um die Ecke. Bei Pasta habe ich noch keine gefunden, die an meine Lieblingspasta aus konventioneller Produktion heranreicht. Im Zweifel kaufe ich lieber gespritzte Äpfel aus Brandenburg statt argentinischer Bio-Äpfel. Das ist dann nämlich, finde ich, mehr öko. Logisch, oder?
Mein Bio-Konsum zerstört (die Stammleser wissen es) Beziehungen. Selbst jetzt, wo ich keine Bio-Lebensmittelabokiste mehr beziehe, weil da doch immer argentinische Äpfel drin waren, ist das noch so. Denn viele Menschen in meinem Umfeld stehen Bio sehr skeptisch gegenüber.

“Bio ist nicht gleich Öko.” Stimmt. Siehe argentinische Äpfel. Aber regionales Bio ist super-öko. Ich versuche bewusst zu kaufen. Siehe argentinische Äpfel.

“Bewusst Bio kaufen ist mir zu aufwändig.” Ich habe Spaß am bewussten einkaufen. Vielleicht nicht zehn Minuten vor Ladenschluss nach einem stressigen Arbeitstag, aber wenn ich Zeit habe oder mir die Zeit nehme. Genießen kann beim Einkaufen anfangen.

“Bio ist so teuer. Kann ich mir nicht leisten.” Nun ja. Regionales Bio-Gemüse und -Obst ist nicht viel teurer als konventionelles Zeug (Das letztens Biobananen billiger waren als herkömmliche, keine Ahnung, was da los war, aber so war’s).
Wer günstig Bio will, muss a) selbst kochen und b) wenn’s dumm läuft den kompletten Winter über Kartoffeln, Rüben und Kohl fressen. Letzteres ist nicht so der Hit, zugegeben. Zu Ersterem: Selbst kochen hat wieder was mit bewusster Ernährung und Zeit für die Nahrungsaufnahme zu tun. Das hat nicht viel Ähnlichkeit mit schnellem und scheinbar bequemem Konsum. Verstehe ich. Einmal im Monat brauche ich auch meinen McDonalds-Besuch. Und das ernährungsphysiologisch wertlose Billigcroissant morgens in der U-Bahn liebe ich auch. Aber nur so schlampig den Magen stopfen? Dazu esse ich zu gern. Und ja, ich leiste mir Bio. Dafür habe ich kein Auto und schnorre meine Kippen. Jeder muss wissen, für was sie oder er sein Geld ausgibt.

Soweit lässt sich sinnvoll diskutieren. Aber: Viele Menschen halten Bio leider für eine Glaubensfrage. Das mag irgendwo stimmen. Aber einige machen dann gleich so persönliche Geschichten daraus. So wie es Menschen gibt, die tief beleidigt sind, wenn Dir ihr Lieblingsfilm nicht gefällt, gibt es Menschen die Dich für bescheuert erklären, weil Du Bio kaufst. Das belastet Freundschaften. Lieblingpseudoargument dieser Menschen:

“Bio ist doch Etikettenschwindel. Das Zeug ist doch genauso giftig wie die konventionellen Sachen.”

Dieses Argument, liebe Bio-Gegner ist schlicht unlogisch und dumm. Ich glaube auch nicht, dass alle Bio-Produkte wirklich Bio sind. So ein Siegel ist schneller erworben als verloren, Nachkontrollen sind selten konsequent und Kontrolleure sind bestechlich. Alles zugegeben. Nur: Genauso wie nicht alles gut ist auf dieser Welt, ist eben auch nicht alles schlecht. Es wird auch Produzenten geben, die die auf ihrem Zeug angegebenen Siegel zurecht haben. Vor allem, wenn es nicht nur das lasche EU-Bio-Siegel ist, sondern von ideologisch strengeren Verbänden. Unabhängig davon gilt: Konventionelles Essen ist nie Bio, als Bio deklariertes Essen kann Bio sein. Wer argumentiert wie oben, also grundsätzlich der Meinung ist, dass konventionelles Essen irgendwie giftig ist, der hat rein logisch und nach Maßgabe der Wahrscheinlichkeit zumindest die Chance, mit Bio-Zeug gesünder zu leben.

Das ist banal, aber ich musste es mal loswerden.

Unabhängig davon, was jetzt gesünder ist oder ob das alles nur ein Trick der sich selbst verarschenden Psyche des Gutmenschen darstellt: Zumindest für Obst und Gemüse (und da insbesondere für Tomaten und Karotten) behaupte ich felsenfest: Bio schmeckt nach mehr.

(Und: Außerhalb von Bio-Supermärkten bekommt mensch zumindest in der kulinarischen Wüste Berlin auch nicht so geilen Stoff wie frische Rote Beete oder Postelein. Selbst Mangold ist oft schon schwierig im normalen Laden. Oder fünf verschiedene Kartoffelsorten, blaue zum Beispiel)

(Dieser Post war schon entworfen, bevor ich anfing, Peter Unfrieds tolles Buch “Öko” zu lesen. Das ändert nichts daran, dass ich es sehr empfehlenswert finde (aber dennoch keinen Bock habe, hier auf irgendeinen Online-Shop zu verlinken, weil ich davon jetzt gerade keinen empfehlen will.)

xxx-mas


Björn Kleinhenz - XXX-Mas from hermsfarm on Vimeo.

klein und melancholisch, genau deshalb groß und wunderschön (via).

Programmvorschau

Was man gern mal im Fernsehen sehen würde, aber eben nicht zu sehen bekommt, lässt einen in der Regel die Flimmerkiste eher als Relikt einer vergangenen Zeit behandeln.

ABER:
Die wunderbaren Popkulturaufarbeiter, die ménage à trois der Internetmeme, die nomnomnom-Lieben eben, haben ab Samstagnachmittag vor, 24 Stunden am Stück Fernsehen zu schauen.
Und das in Zeiten des Internets!!!

UNFASSBAR!!!

Und weil sie ein bisschen Schiss vor diesem Retro-Marathon haben, haben sie echte Briefe ins Land gesandt, um andere mit auf die Couch zu holen. Da sind dann dabei:
Nerdcore René, Jeriko, Julie Paradise, Miss Sopie, Benjamin Nickel (aka Der Tierpfleger), pasQualle, Retroaktiv Ben, der Logopäde, Nilzenburger, Peter Noster und ich. Die einen mehr so virtuell, die anderen kommen echt und leibhaftig ins Nomer-Hauptquartier und schauen dann, was so in der Glotze läuft und bloggen dazu live auf nom24.

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