Damenopfer

Ich weiß ja, dass die Linkspartei so schlimm ist, dass gestandene Demokraten noch nicht mal mit ihr gegen Antisemitismus sein können. Insofern können gestandene Demokraten mit Stalins Enkeln erst recht keine Landespolitik machen. Und wenn dann eine Frau daher kommt und dieses auch von ihr gegebene Versprechen brechen will, weil die realpolitische Situation so ist, dass im Zusammengehen mit den Mauerbauern und Gulag-Betreibern dazu führen würde, dass ein xenophober Rechtsaußen mit Spendenaffärenvergangenheit weniger was zu sagen hätte in diesem unserem Land, dann ist dieser Wortbruch so schlimm, dass ihr vier Parteifreunde die Unterstützung versagen und damit Parteitagsbeschlüsse und Kolaitionsverträge platzen lassen. Drei davon nach monatelanger scheinbarer Loyalität.
Ypsilantis Wortbruch bezüglich möglicher Koalitionspartner war dumm (also eigentlich war das Versprechen vor der Wahl dumm), aber der Wortbruch der miesen Drei zum jetzigen Zeitpunkt ist bösartig. Dumm ist er freilich ebenfalls. Denn diese SPD wird in Hessen erstmal eher keinen Blumentopf mehr gewinnen. Obwohl. Jetzt, wo die machtgeile Frau demontiert ist, können ja wieder Männer, denen diese Eigenschaft ja von Natur aus völlig fremd ist, das Ruder herumreißen.

Ich finde, man kann nicht deutlich genug sagen, wie widerlich das Verhalten dieser Drei ist. Das ist die mieseste Form der Demontage ihrer Spitzenkandidatin. Sie hätten Monate der parteiinternen Diskussion Zeit gehabt, die rotrotgrüne Nummer zu verhindern. Aber nein, jäh platzen lassen ist viel medienwirksamer. So was passiert in der SPD nur Frauen. Das ist strukturelle Misogynie. Und die wird heute Abend unhinterfragt von den Medien weitergetragen. Der Königinnenmord wird als solcher kaum thematisiert, die Kommentatoren ätzen genüßlich über Frau Ypsilantis Scheitern und sind offen froh darüber, dass die Kommunisten nicht an die Macht kommen, über die widerliche Feigheit der abtrünnigen SPDler, will kaum einer reden.

Warum über diesen Verrat reden, wenn der Antikommunismus siegt und eine Frau für dumm verkauft werden kann?

Blindengrammatik

Blind

Liebe Christoffel Blindenmission,

euer Plakat wirbt sicherlich für eine gute Tat. Aber: Ist der Kranke heilbar oder die Krankheit? Ich meine, da hat euch die Werbeagentur eine holprige Satzkonstruktion untergejubelt. Ich bin allerdings kein ausgewiesener Grammatiker. Vielleicht weiß ja jemand hier mehr..

Schwanz ab

Im Stehen pissen ist männlich, eigentlich auch die einzig ehrenwerte Art des Urinierens, alles andere kommt einer Kastration gleich. Oder?
Kürzlich war ich im Geburtshaus bei so einem Kurs, der werdende Eltern aufs kommende Kind vorbereiten soll. Geburtshaus klingt jetzt nicht gerade nach einem Ort, an dem harte Kerle rumhängen. Männer, die sich Gedanken über Tragetücher, Stoffwindeln, Kräutertees und dergleichen machen, schaffen es dennoch, im Stehen ins Sitzklo zu strullern.
Wobei.
Natürlich geht ein relevanter Teil der Pisse daneben. Wie immer beim Stehpinkeln. Das mag schnell gehen, aber hygienisch ist es nicht. Selbst der, der die Fliege im Urinal auch noch nach der zehnten Maß problemlos trifft, wird das einsehen, wenn er einmal in einer hellen Hose Sommerhose vor der Rinne stand. Oder schaut mal auf eure Schuhe nach dem Baumwässern.
Im Stehen Pinkeln ist vielleicht eklig, aber nicht männlich. Mehr so dumm.

Und wo ich gerade bei dummen Männern bin:

He, Jungs! Wollt ihr euch bitte mal ganz schnell selbst entmannen und freiwillig aus dieser Gesellschaft austreten und erst wiederkommen, wenn ihr im 21. Jahrhundert angekommen seid?!
Gestern lese ich in der Berliner Zeitung über eine Studie, die uns Männer zwischen 15 und 42 zum Thema Vaterschaft befragt hat. Und da steht dann:

47,8 Prozent meinen, “wenn Kinder da sind, sollte der Mann arbeiten gehen und die Frau zu Hause bleiben und die Kinder versorgen”.

Das ist nicht euer Ernst, Kollegen, oder? Ist fast jeder Zweite von uns so ein ewig gestriges Arschloch? Ich fass es nicht. Das ist ein so unglaublich starres, spießbürgerliches und chauvinistisches Rollenbild, ich könnte platzen vor Entgeisterung. Dass eine solche Lebensvorstellung für viele Paare rein ökonomisch nicht funktioniert sei mal nur nebenbei erwähnt, denn so eine Meinung ist ja nicht gleich realisiert. Dass das Patriarchat noch so tief drin steckt, schockt mich dennoch. Ich setz mich aber auch auf die Schüssel.
Oder heißt dieser Wert, dass andersrum 52,2 Prozent von uns problemlos eine gleichberechtigte Beziehung führen wollen, vielleicht gar damit klar kämen, wenn die Frau malochen geht? So rum gesehen ist ja schon viel passiert.

Fesch

Mode ist ja so ne Sache. Ne Geschmacksache. Ich zum Beispiel finde grob geschätzte 93 Prozent der Klamottenkombis, die stilinberlin so für photographierens- und bloggenswert hält, stillos und eher schlimm. Aber egak. Denn was hier in unserem kleinen märkischen Dorf dazu dient, anders als der Mainstream auszusehen und damit zum Klischee der Berlin-Hipness beiträgt, ist andernorts vielleicht ein Weg, Vorurteile über Mode abzubauen. Explizit auch auf stiliniberlin bezieht sich zum Beispiel ein Projekt des Goethe-Instituts Ägypten und der Fotografin Claudia Wiens “Cairo Looks”. Und was tragen die Menschen in Kairo so auf dem Leib? Burka und Kaftan. Was sonst?

Wir wollen nur spielen

Bald wird eine early-alpha-Phase einer Idee nach elend langer Vorbereitungszeit zu einem Blog werden. Ein Spaß-Projekt. Dafür wird ein Photo verwendet, dass wir nicht selber gemacht haben. Dafür wird ein Name verwendet, der häufiger ist, als wir dachten. Dafür haben mir liebe Menschen Zugang zu sensiblen Daten.
Wenn es dumm läuft, streiten wir uns und mit den sensiblen Daten wird Schabernack getrieben. Ich vertraue darauf, dass dem nicht so ist. Ich habe da ein sehr gutes Gefühl. Das ist nur eine theoretische Überlegung zum Datenschutz im persönlichen Rahmen und alles andere als ein Angriff auf den, der die Daten kennt. Aber ich bin ja auch noch nie auf die Schnauze gefallen bei sowas. Die Schlammschlachten blieben mir glücklicherweise einigermaßen verwehrt.
Ich glaube auch nicht, dass die Namens-Mehrfachnutzung schwierig wird. Wir sind nicht so blöde, uns mit monochromen Telekommunikatiosnriesen anzulegen. Wir wollen uns gar nicht anlegen. Aber vorher noch prüfen, ob ein Eigenname (der wie geschrieben, nicht sooo selten ist) eine Marke sein kann? Sollten wir tiefgreifend prüfen, ob die Bildbenutzung wirklich niemandens Rechte verletzt?
Wenn wir das alles nicht tun und trotz Hamburger Richter und diverser Kochbücher (kein Essen auf unserem Bild!) drauf hoffen, dass etwaige Ansprüche erstmal fair auf uns zukommen, wie blöde sind wir dann?
Spaß wird so unglaublich schnell ernst.
Schade.

Obwohl.

Ernst ist jetzt fünf und ein properes Kerlchen!

Eyepods

Eyepod touch

Eyepod shuffle

Vergleichen Sie bitte auch die Produkte Eyebook und Eyetastatur.

Todesschilderey

†olle CI

PhorPhil

PhorPhil

blogging like there’s no twitter 2

zwischen meinem fahrrad und mir kriselt’s. da ist irgendwie die luft raus.

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