blogging like there’s no twitter 1

so scharf die bunnies in meiner mansion sind, es nervt brutal, dass hier überall hasenköttel rumliegen.

About me

Der Mann, der sein Blog mit einem Mülleimer verwechselte.

Versprecher

Treuegeschwür

Verletzen

I.
Sag mal, wolltest Du ihr eigentlich weh tun? Sie ließ mir keine andere Wahl, hab ich gesagt. Hätte ich mit Ansage gehandelt, das wäre alles schief gegangen, hab ich gesagt. Hab ich recht? Zumindest fällt es mir schwer, die Karten auf den Tisch zu legen. Konfliktscheu. Bequem.
Moment.
Welche Konvention, welche Tradition, welche Prägung bringt mich denn dazu, dass ich nicht ruhig tun und lassen kann, was ich für richtig halte?
Wieso hat dieses Mimosentum eigentlich die große Kraft, mich in Rechtfertigungsdruck zu bringen?

II.
Eigentlich würde ich dir gern eine reinwürgen. Eigentlich hätte ich mehr als eine Erklärung dafür, warum das alles so schief läuft bei dir. Ja, schief läuft. Auch wenn du so tust, als ob das normal wäre. Du hast so konsequent Fehler gemacht, dass du das jetzt verschleiern musst. Irgendwie will ich Dir das sagen. Weil du mir zuviel bist. Aber dann wär ja ich der Arsch, der Deine Schwachheit nicht respektiert. Also halt ich die Fresse und fress das in mich hinein.

III.
Du bist ein Trampel. Und dumm. Du bist laut. Und kein bisschen zurückhaltend. Bin ich der, der Dir das sagen muss? Oder kann ich warten, ob es egal wird? Muss ich warten, bis es egal wird? Ich bin nicht der einzige der das so sieht. Aber alle schweigen. Weil sie Deine Reaktion fürchten? Weil sich persönliche Kritik nicht gehört? Keiner traut sich.

IV.
Du ist nur ein abstrahiertes Beispiel. Sie auch. Ich nicht. Wer eins dieser Personalpronomen auf sich bezieht, fühlt sich berechtigterweise angesprochen, auch wenn konkret du, sie oder ich hiermit nicht gemeint waren. Wer eins dieser Personalpronomen auf sich bezieht, hat ein Problem.

Was ist mein Problem, dass ich Dich schier nicht aushalte? Und Dich auch nicht? Und Dich. Was ist mein Problem, dass ich Dich dennoch ertrage? Und Dich auch? Und Dich. Wieviele seid ihr? Oder bin ich es? Warum kotzt ihr mich so an? Woher kommt diese Wut? Gestern gings mir doch so gut. Eingentlich ist doch alles super. Zumindest bei mir. Kann mir doch der Rest egal sein. Heul Du doch. Eigentlich nicht mein Problem. Warum doch? Weil am andern immer die eigenen Fehler nerven? Weil die offenen Karten offene Messer wären, in die dann auch ich laufen würde?

Überladen

Zuviel Material, zuviel Moral, zuviel Intrige, zuviel Karriere, zuviel Altlasten, zuviel Publikum, zuviel Geschwätz, zuviele Schmerzensmänner (und -frauen), zuviel.

Erste Reaktion: Den geliebten Ballast abladen und hart bleiben.

Blöde Idee.

Neue Idee: Besser Aufpassen. Mal wieder neu laden (Das dieses System aber auch nicht stabil laufen kann!). Nicht alles aufnnehmen, nicht alles annehmen. Weil unzustellbar heißt, dass der Blick offen bleibt.

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Stelenboden

Sagt mal, wo kommt ihr denn her?

Echt mal jetzt. Ich schreib hier kaum was, aber dafür kommentieren relativ gesehen dauernd Leute. Fast zwei Jahre lang war das auf dem alten Blog anders. Egal, ob ich von A-Bloggern verlinkt wurde oder nicht, es kommentierten, wenn überhaupt, nur die Homies. Hier kommentieren dazu noch neue, andere Leute. Toll das. Freut mich. Aber warum war das vorher nicht so? Ist es einfacher, bei Wordpress-basierten Blogs zu kommentieren? Gibt es einen Ethik-Code, der das Kommentieren bei blogger.com-Blogs echten Bloggern verbietet?
Wie auch immer: Schön, dass ihr vorbei schaut!

dein arbeitsplatz, mein lieblingscafé, du arsch

diese grundidee, lattemacchiatotrinken zur arbeit zu deklarieren, behagt mir. ich nehme mir selbst gern die mobile schreibmaschine mit in die örtliche gastronomie. alles super. aber wieso sind die drei sofaecken für vier personen immer immer immer von jeweils genau einem digitalen bohemien besetzt??? wie assozial ist das? warum muss ich mich mit drei freuden an den katzentisch setzen, weil du und dein macbook unbedingt eine couch und zwei sessel belegen müssen?
dumme sau.

Die Losung lautet Lesung

culture
(cc by flood)

Lesen im engeren Sinn bedeutet, schriftlich niedergelegte, sprachlich formulierte Gedanken aufzunehmen und zu verstehen.

So steht’s in der Wikipedia.
Lesen hatte mein Leben lang einen wichtigen Platz bei mir. Ich sollte viel lesen, fanden meine Eltern, ich las viel. Ich war sogar mal bei einer Weinlese dabei. Und Auslese hab ich auch schon getrunken. Aber ich hab auch viele Bücher gelesen. Und mich dabei verlesen und verliebt. Ins Lesen. Und in der Folge ins Vorlesen.
In der gymnasialen Unterstufe kam der Konkurrenzgedanke der westdeutschen Wettbewerbswelt bei meiner Leselust an. Es wurde erst der Vorleseschulmeister, dann der Vorlesestadtmeister, der Vorlesekreismeister und gar der Vorleselandesmeister gesucht. Im Deutschunterricht wurde wie heute beim Bohlen der Lesesuperstar gecastet.
Natürlich hat damals so ein blödes blondes Mädchen das Rennen gemacht.
Mir egal. Ich lese dennoch gerne vor. Zuletzt am vergangenen Samstagabend den Nachbarsjungen. Die fanden das so toll, dass sie umgehend einschliefen.

Und heute, den 16.10.2008, lese ich schon wieder vor. Zusammen mit zwei netten Jungs. Eingeladen von einem anderen netten Jungen. Genauere Informationen habt ihr wahrscheinlich schon hier gelesen. Oder hier. Oder hier.

Vielleicht sehen wir uns ja. Wenn nicht live, dann vielleicht im Fernsehen of teh Interwebs.

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(cc by roka)

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